Karminrot brennt es unter den Nägeln. 2022

13. - 14.09.2022 Hochschule Darmstadt

Organisationsteam: Björn Kühn (BTU Cottbus), Daniela Ehemann (BTU Cottbus), Gala Adam (Universität Stuttgart), Prof. Henning Haupt (TU Dresden)
Gastgeber: Prof. Waldemar Borsutzky (Hochschule Darmstadt)

Karminrot brennt es unter den Nägeln.

Symposium: Gestaltungslehre und Aktualität

13 + 14 September 2022

 

Aktualität ist das diesjährige Thema des Symposiums der Gesellschaft für Künstlerische Gestaltungslehren. Denn wenn sich gestaltprägende Phänomene, Gestaltetes und die Lehre dazu auf gewisse Gestaltgesetze, Weltbilder (s. GKG­-Symposien 17 und 19) und andere Arten der Regulierung stützen, so stellt sich uns die Frage: Kann es für die Phänomene der Gestaltung eine Zeitlosigkeit geben, wo wir doch immer mit der Zeit, schon allein durch das Pulsieren des Blutes in unseren Adern, in Verbindung mit ihr stehen. Und wenn es diese also nicht gibt und die Welt, die Bilder und Gesetze sich stetig ändern, wie müssen wir uns dann zu den Fachfragen der künstlerischen Gestaltung verhalten, um mit unseren Positionen auch weiterhin mit relevanter Energie an der Gestaltung unserer Umwelt zu arbeiten? Wir möchten Themen diskutieren, die heute, in diesem Moment zwischen Geschichte und Zukunft, wichtig sind um die Lehre und die künstlerische Forschung der Gestaltung zu positionieren.

Das Symposium der GKG, ein Arbeitskreis für alle Lehrenden in der Künstlerischen Gestaltungslehre, ist ein Forum zur Weiterbildung und zum Austausch in Bezug zur eigenen beruflichen Situation, sowie derer die mit uns studieren. Das zweitägige Symposium ist in sechs Panels gegliedert, die einen Rahmen bieten sollen für die Frage nach der Aktualität in der Gestaltungslehre, ergänzt durch einen ausgewählten Key Note Vortrag, gemeinsame Essen, Pausen und Diskussionen. Die Mitgliederversammlung des GKG e.V. bildet den Abschluss.

Die Einladung zur aktiven Teilnahme mit einem Beitrag ist an Künstlerische Mitarbeiter:innen, Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen, Künstler:innen, Architekt:innen, Doktorand:innen, Studierende und Professor:innen in der Lehre und solche die dorthin wollen, gerichtet.

 

Kurzbeschreibung der Themenbereiche (Panels):

1. Kunst in der Lehre der aktuellen angewandten Gestaltung
Wie kann der Stellenwert künstlerischer Komponenten in der Gestaltungslehre vermittelt werden? Können sich Ansprüche und Ansprachen über das Kunstwerk als Form-, Farb- und Baukasten hinaus weitertragen in die angewandte Gestaltung? Wenn ja, wie?

2. Nachhaltigkeit der Lehre
Welche Inhalte und Methoden können wir in unserem Fach unterrichten um nachhaltig zu arbeiten? Wie ist Gestaltung vor dem Hintergrund der Klimakatastrophe zu verstehen? Welche Folgen zieht die Verwendung anderen Materials nach sich? Weitet sich Nachhaltigkeit und die implizierte ethische Grundhaltung auf alle Bereiche der Gestaltung aus? Benötigt die Gestaltung ein ethisches Lieferkettengesetz?

3. Politische Relevanz
Wenn kulturelle Produktion auch immer politisches Handeln ist, dann müssen wir fragen, wie sich dies im Unterricht der Gestaltungslehre niederschlägt. Transformiert sich das Politische der Gestaltung in der Frage des Angewandten? Oder setzen wir an der Lehrsituation direkt an und fragen nach unseren eigenen Vorurteilen und wie diese sich in Lehre und Gestaltung reproduzieren?

4. Diversität, Inklusion und Gestaltung
Was ist Gestaltung und ihre Lehre statt im System der zwei heteronormativen Geschlechterrollen, statt im System weißer Dominanz, statt im System neuro- und körperlich normativer Engführung? Welche Vorkehrungen können wir treffen um in der Lehre möglichst diskriminierungsarme Räume zu schaffen, damit wir die Frage: „Welche Gestaltung für welche Gesellschaft?“ stellen dürfen.

5. Digitalisierung = Veränderung?
Wenn die digitale Produktion der Kultur die Wahrnehmung verändert, wie verändert und entwickelt sich dann die Gestaltungslehre? Kann die fortschreitende Digitalisierung vielseitiger und kreativer in die Lehre eingebunden werden als mit Powerpoint und Zoom?

6. Selbstverständnis der Lehrenden
Welche Möglichkeiten eröffnen sich in der Kombination zwischen künstlerischer Arbeit einerseits und Forschung, Lehre, Qualifikation, Promotion und das damit ggf. verbundene transdisziplinäre Arbeiten andererseits? Ergeben sich konstruktive Synergieeffekte?

Wir laden Beiträge zu den jeweiligen Panels ein,
– die Projekte, (künstlerische) Forschungen und/oder Lehrformate präsentieren.
– die Beispiele, Positionen, Prozesse, Methoden, Ergebnisse teilen und zur Diskussion stellen.
– deren Vorträge Referenzen aus Theorie, Geschichte oder künstlerischer Praxis aufzeigen.
– die einen Bezug zur GKG, als Arbeitskreis für Lehrende in der Gestaltungslehre haben oder haben sollen.

Bitte sendet uns ein Abstract mit maximal 300 Worten, zwei Bildern, CV/Bio (maximal 2 Seiten) und das Bewerbungsformblatt bis 15. Juni 2022 an
symposium@kuenstlerischegestaltungslehren.de

 

Organisationsteam:
Björn Kühn (BTU Cottbus), Daniela Ehemann (BTU Cottbus), Gala Adam (Universität Stuttgart), Prof. Henning Haupt (TU Dresden)
Gastgeber:
Prof. Waldemar Borsutzky (Hochschule Darmstadt)

 

Für die Druckversion des Plakates folgende Abbildung anklicken

Programm

Das Programm der Tagung wird Anfang Juli nach erfolgter Auswahl der Bewerber:innen veröffentlicht.